10 Gründe, weshalb Du einen Frauentreff brauchst oder zumindest irgendeine Art der Frauenarbeit

10 Gründe, weshalb Du einen Frauentreff brauchst oder zumindest irgendeine Art der Frauenarbeit

Nein, dabei geht es nicht darum Backrezepte auszutauschen, sich gegenseitig die Nägel zu lackieren oder herauszufinden, welches momentan die beste TV-Show ist. Frauentreffs sind so viel mehr, als eine Gruppe gelangweilter Frauen, die nichts Besseres mit Ihrer Zeit anzufangen wissen. Es werden keine Bäume umarmt und es ist kein geheimer Fanclub von Katzenfanatikern und – ob man’s glaubt oder nicht – es geht auch nicht um Männer. Zumindest nicht ständig.

Warum also Frauenarbeit absolut notwendig und überhaupt eine geniale Erfindung ist, soll in diesem Blogeintrag erörtert werden. Dabei ist es gerade völlig nebensächlich, ob du ein Frauenfrühstück vor Augen hast, einen Frauenhauskreis oder einen Treff am Samstagnachmittag, der nur alle drei Monate stattfindet.

1. Es brennt Dir auf dem Herzen

Sind wir ehrlich. Manchmal braucht es gar keine theologische Abhandlung darüber, weshalb du etwas endlich anpacken solltest. Manchmal kann es sogar sein, dass die äusseren Gründe dagegen sprechen. Die äusseren, wohl bemerkt und nicht die Biblischen. Manchmal hat man einfach den dringenden Verdacht, dass Gott möchte, dass man etwas ganz bestimmtes tut.

Nun kannst du ein Leben lang abwägen, ob dieser Wunsch wirklich von Gott kommt oder du prüfst die Sache vor Gott im Gebet und an seinem Wort. Es ist wichtig, dass Gottes Ehre im Vordergrund steht und nicht die eigene. Aber spricht nichts dagegen und ist das Ziel deiner Tätigkeit Gott zu dienen, dann leg los und lass dich gebrauchen.

2. Gleichwertig aber nicht gleich

Dass Gott uns verschieden geschaffen hat, ist offensichtlich. Nicht nur äusserlich zeigen sich grosse Unterschiede, auch unser Verhalten und unser Denken ist oft unterschiedlich. Ob dies nun von der Gesellschaft hervorgebracht wurde oder wir einfach schlichtweg anders ticken, darauf will ich hier gar nicht eingehen, sondern auf die daraus hervorgehenden Konsequenzen.

Nicht jede Frau fällt in dasselbe Muster und jede Person ist einzigartig. Trotzdem lassen sich oft gewisse Gemeinsamkeiten beobachten. Es wird beispielsweise kaum wertgeschätzt, wenn man zwei Nachmittage in die Dekoration eines Männertreffs investiert. Natürlich würden sich die Männer, welche die Deko bemerkten, dafür bedanken, für viele ist es aber eher irrelevant, ob ein Raum dekoriert ist oder nicht. Lädt man eine Gruppe Frauen ein und der Raum ist leer, so wird das vermutlich von einigen bemerkt. Vielleicht bietet sich nach dem Treffen sogar eine oder zwei Frauen an, dass sie doch nächstes Mal gerne auch ein paar Blumen mitbringen könnten oder noch schöne Tischtücher zu Hause hätten, die sie gerne ausleihen würden.

Nicht nur durchs Auge nehmen wir Dinge oft unterschiedlich wahr. Auch hören wir durchschnittlich das Gesagte öfters auf der Beziehungsebene und sind emotional näher daran gebunden, wobei es Männer wiederum Dinge oft sachlich verstehen. Darin liegt keine Wertung und beide Arten sind legitim. Für Lehrstunden ist es jedoch vorteilhaft zu wissen, wer gerade vor einem sitzt, denn je nachdem können Inhalte für die betreffenden Hörer angemessen gestaltet werden. 

3. Themenwahl. Was beschäftigt Frauen?

Dabei geht es nicht nur um Sprüche 31 und oder die Bücher Esther und Ruth. Diese Bibelstellen sind enorm wertvoll und machen dabei, implizit oder explizit Aussagen sowohl über das Wesen Gottes, wie aber auch über die Frau. Dennoch sollte sich ein Frauentreff nicht nur auf diese Stellen einschränken. Wir haben 66 Bücher, in die wir eintauchen können. Die Bibel kennt keine Frauenbücher und Bücher, die nur für Männer sind. Wir sollen aus dem ganzen Reichtum schöpfen, der uns zur Verfügung steht. Darin unterscheiden sich Frauen also nicht von Männern.

Was jedoch abweichen könnte, sind die Themen. Mit welchen Fragen beschäftigen sich Frauen? Hier kann beispielsweise die Rolle der Frau angesprochen werden, gemeinsam mit ihrer Begabung und Verantwortung. Es können Fragen besprochen werden, die Mütter interessieren oder speziell weibliche Singles. Themen die Ehefrauen beschäftigen oder die für berufstätige Frauen interessant sind. Dabei bietet die Frauenarbeit auch immer die Möglichkeit aufzuzeigen, wie Gott einem sieht als Frau und als seine Tochter. 

4. Herausforderungen für Frauen

Haben gläubige Frauen andere Herausforderungen als gläubige Männer? Ja und nein. Vieles mag gleich sein, doch sobald die Bibel differenziert zwischen den Geschlechtern, zeigen sich auch verschiedene Herausforderungen. Daher benötigt es einen Ort, an welchem diese angesprochen werden können.

Wie sieht beispielsweise die Aufgabe der Frau in der Gemeinde aus? In einem Frauentreff sollen nicht nur Aufforderungen und Verbote ausgesprochen werden. Es soll auch Raum geboten werden, um die Schwierigkeit aufzuzeigen und Lösungsansätze, wie wir damit umgehen können. 

5. Offenheit

Sind Frauen unter sich, herrscht in der Regel ein offeneres Klima. Gerade in Kleingruppen fällt es oft leichter, sich anderen Frauen gegenüber zu öffnen, als dem anderen Geschlecht. Wir erhoffen uns vielleicht mehr Verständnis unter unseres gleichen und trauen uns schneller Dinge anzusprechen, die in unseren Augen „typische“ Frauenthemen oder -probleme sind.

6. Eine Tür öffnen für das Bibelstudium

Es gibt überall Frauen, die es lieben in die Bibel einzutauchen und nachzuforschen. Allerdings finden sich in der Gemeinde auch immer wieder Frauen, die an ein Bibelstudium herangeführt werden müssen. Vielleicht empfanden sie es bis jetzt als zu trocken oder waren schlichtweg von der Fülle überfordert.

In einem Treffen können biblische Exegese, Gruppengespräche und eigenes Forschen miteinander verbunden werden. Einfachen Mitteln, wie eine Kurzgeschichte für den Einstieg oder eine gemeinsame Aktivität, können dazu beitragen, dass die Frauen abgeholt werden und offen sind ins Thema einzutauchen. 

7. Gemeinschaft

Junge Frauen können von älteren lernen, Erfahrungen können ausgetauscht werden und die Gemeinschaft kann gefördert werden. Gerade auch generationenübergreifende Anlässe haben viele Vorteile. Seniorinnen sind eine wichtige Gruppierung in der Gemeinde und nicht nur dazu da, dass man für sie allmonatlich ein Unterhaltungsprogramm zusammenstellt. Oft sind sie schon seit Jahrzehnten im Glauben unterwegs und können aus einer Fülle von Erfahrungen schöpfen, die sie an die jüngere Generation weitergeben können. Viele besitzen eine grosse Bibelkenntnis und sind treue Beterinnen. Ihre Liebe zu Jesus und ihr Vertrauen ist ermutigend und eine Bereicherung für alle. 

Doch auch die Gemeinschaft an sich ist wertvoll. Ist die Gemeinde grösser, gibt es bestimmt Frauen, mit denen man sich noch nie richtig ausgetauscht hat. Selbst bei kleineren Gemeinden hat man oft nicht die Möglichkeit, sich mit allen auszutauschen und gegenseitig im Glauben zu stärken. Ein Frauentreff bietet Gelegenheit, sich besser kennenzulernen und Beziehungen zu vertiefen.

Da Gott all seine Kinder begabt hat und mit ihnen seinen eigenen Weg geht, ist eine Versammlung von Gläubigen ausserdem immer auch eine Bereicherung und ermutigend für das eigene Glaubensleben. 

8. Lehrbegabung

Hat dir Gott eine Begabung zur Lehre gegeben oder hast du andere Frauen in der Gemeinde, die dazu befähigt wurden? Ein Frauentreff ist der ideale Ort, um diese Gaben einzubringen, denn es ist eine wundervolle und wertvolle Aufgabe Frauen zu lehren und zu fördern.

Lasse dich von Gott davon gebrauchen, den Glauben von den Frauen zu stärken, sie herauszufordern und zu ermutigen. 

9. Wertschätzung

Die Frauenarbeit ist nicht nur für das persönliche Wachstum wichtig. Sie gibt den Frauen auch eine gewisse Art der Wertschätzung und zeigt auf, dass sie ernst genommen werden in der Gemeinde. Ihre Förderung und ihr persönliches Glaubensleben sind bedeutend und haben Auswirkungen auf die ganze Gemeinde.

Besonders bei Gemeinden, bei denen die Leitung und das Pastoralteam aus Männern bestehen, ist es umso wichtiger, dass auch weibliche Ansprechpersonen existieren. 

Wenn dich das alles noch nicht überzeugt hat, so tut es vielleicht der letzte Punkt:

10. Wachstum als Christen 

Als letztes, aber wohl der wichtigste Punkt von allen, sind die Einflüsse auf das persönliche Glaubensleben. Du profitierst sowohl beim Vorbereiten wie auch beim Teilnehmen. Die Inputs können direkt in das Leben sprechen, Missverständnisse können korrigiert und Erfahrungen ausgetauscht werden. Schlussendlich soll die Frauenarbeit lehren, herausfordern und stärken. Im Mittelpunkt stehen aber nicht wir selbst, sondern Gott. Unser Wachstum soll zu seiner Ehre sein. 

Was begeistert dich bei der Frauenarbeit? Wenn du noch weitere gute Gründe für die Frauenarbeit kennst, dann lass es mich wissen und schreib einen Kommentar. 

200 views
Jetzt für den Newsletter anmelden
Melde Dich an, um über neue Einträge informiert zu werden. Ausserdem erhältst Du sofort Zugang zu gratis Material für einen Frauentreff.

Danke fürs Teilen!

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Pastor Joseph Wambululu

    Praise God. Thank you for the work of God, can this be expanded here also. We can have a branch here also.

    1. Silvia Wambululu

      Thank you for your comment. Unfortunately, the blog entries are only available in German so far.
      God bless you.
      Silvia

Schreibe einen Kommentar