Zu gewagt oder jetzt erst recht? Wie denkst du über Evangelisation in der heutigen Zeit? Gib deine Stimme ab bevor du den Artikel liest. 

Sollen Christen trotz der aktuellen Fallzahlen auf der Strassen evangelisieren?

Wie bist du ins neue Jahr gestartet? Voller Zuversicht und Tatendrang oder doch eher ängstlich und vorsichtig nach den letzten schwierigen zwölf Monaten?

Egal, wie dein momentaner Gemütszustand ausschaut, an der Tatsache, dass es stetig weiter geht, kann nicht gerüttelt werden. Was ist also der Plan? Schreiten wir mutig voran mit dem festen Blick auf Jesus Christus und suchen in all unseren Taten, Worten und unserer Einstellung Gottes Ehre oder lassen wir zu, dass sich die Welt um Sorgen, Ängste und uns selbst dreht? Das bedeutet nicht, dass wir leichtsinnig und realitätsfremd werden sollen. Doch die Realität schliesst auch immer einen allgegenwärtigen, allmächtigen, liebenden und weisen Gott mit ein. 

 

Ein neues Jahr eine neue Chance

Vermutlich hat sich deine Gemeinde bereits Gedanken darüber gemacht, was ihr Fokus und ihre Ziele für das Jahr sind. Und wahrscheinlich hast auch du dir einige Gedanken darüber gemacht, was das neue Jahr für dich bringen soll. Hat das Erreichen von Menschen mit dem Evangelium ebenfalls einen Platz darin gefunden?

In unserer pluralistischen Welt, in welcher Toleranz zum obersten Gebot wurde, fällt es schwer, eine Botschaft zu verkünden, die so ausschliessend ist. „Niemand kommt zu Vater, ausser durch mich“ (Johannes 14,6b), waren die Worte von Jesus Christus. Wer ihn nicht annimmt, hat nicht die geringst Chance, vor einem heiligen und gerechten Gott zu bestehen. Wie auch? Viel zu schwer wiegen unsere Sünden, deren Lohn der Tod ist. („Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.“ Römer 6,23.)

Darum wiegt für uns die Wahrheit höher als die Toleranz. Auch wenn Jesus mit seiner Nachricht damals wohl genauso wie heute aneckt und sich die Menschen vom Licht gestört fühlen, verkünden wir ihn dennoch. Damit die Menschen Gott erkennen und zu ihm umkehren. Damit sie das ewige Leben finden. Damit Gottes Gnade und Liebe gesehen wird. Damit der Schöpfer und Herrscher des Universums die Ehre erhält. 

 

Trotz Corona Menschen erreichen

Evangelisation soll niemals aufhören, egal wie die Umstände sind. Sie muss aber gegebenenfalls angepasst werden. Du kannst die Menschen zurzeit vielleicht nicht an Anlässe einladen, aber es gibt immer Möglichkeiten, wie du auf Gott hinweisen kannst. Ihr könnt als Gemeinden sozial aktiver werden und die Liebe Christi mit Wort und Tat weitergeben. Man kann Nachbarschaftshilfe anbieten, ein Sorgentelefon einrichten und darum bemüht sein, dass Einzelpersonen nicht vergessen gehen und unter Einsamkeit leiden.

Wir wollen unser Umfeld nicht unnötig gefährden, aber wir sollten auch die drohende Gefahr der Verlorenheit nicht ignorieren. Keinesfalls liegt unser Christsein auf Eis, nur weil sich unsere Umstände verändert haben. Unsere guten Taten sollen Menschen zum Lobpreis Gottes bewegen (Matthäus 5,16) und dies ist auch ohne Anwesenheit im Gottesdienst und mit Abstandsregel möglich.  

Auch in dieser Zeit ist es möglich, Leute auf Gott aufmerksam zu machen. Zugegeben, es ist nicht alles sinnvoll und von einigen Dingen ist sicherlich abzuraten (beispielsweise von Strassenumfragen). Doch es gibt noch andere Möglichkeiten. Verteilaktionen sind, bei Einhalten der Hygieneregeln, beispielsweise noch machbar. Natürlich muss dabei darauf geachtet werden, dass du dich und andere nicht unnötig gefährdest. Die Interaktionen sind beim Verteilen von Gegenständen relativ kurz und das Risiko sollte für beide Personen mit dem Einhalten der Abstandsregelung und Tragen einer Maske möglichst gering gehalten werden. Zudem kannst du auch die Verteilgegenstände desinfizieren und Handschuhe tragen. 

Nun muss nur noch herausgefunden werden, was verteilt werden soll. Sollten euch die Ideen ausgegangen sein, findest du nachfolgend eine Möglichkeit, wie ihr auch in der momentan herausfordernden Situation auf Menschen zugehen könnt. 

 

Vorbereitung

Die Vorbereitung ist relativ einfach, da du nur ein paar Leute organisieren musst und das Material online bestellen. Natürlich kannst du auch alleine losziehen, aber viele empfinden es als angenehmer, nicht alleine unterwegs zu sein. Das ist die eine Seite. Die Kehrseite davon ist allerdings, dass wenn du in einer kleinen Gruppe auf eine Einzelperson zugehst, sie sich schnell überfordert und bedrängt fühlen könnte. Selbst wenn ihr also zu zweit loszieht, wäre es ratsam, dass ihr Menschen, die alleine unterwegs sind, auch alleine ansprecht. 

Bitte beachtet, dass es nicht an jedem Ort erlaubt ist, Aktionen durchzuführen. Kläre es daher unbedingt im Vorfeld ab. In Bahnhöfen oder auf privaten Grundstücken benötigst du beispielsweise eine Erlaubnis. 

 

Was kannst du mitgeben?

Nun kommen wir zum eigentlichen Objekt. Du hast natürlich gewisse Ziele, wenn du einem Passanten etwas in die Hände drückst. 

  1. Er soll keine Angst haben, es entgegenzunehmen
  2. Er soll es nicht gleich in den nächsten Mülleimer werfen
  3. Die gute Nachricht soll erkennbar sein
  4. Es sollten weitere Kontaktangaben darauf sein, wohin sich die Person bei Interesse wenden kann. (Die Adresse deiner Gemeinde, eine Webseite und E-Mail-Adresse)

Eine Sache die alle vier Kriterien erfüllt und super in die heutige Zeit passt, sind Desinfektionsmittel. Zwischen 25 und 50 ml passen sie in jede Jacken- oder Handtasche. Wir helfen den Menschen damit, sich selbst zu schützen und zeigen gleichzeitig, dass uns ihr leibliches Wohl nicht egal ist. In verschiedenen Druckereien kannst du Werbegeschenke bestellen, welche du selbst gestalten kannst. Viele haben inzwischen auch Desinfektionsgel, -spray oder -mittel im Angebot. Du findest sie beispielsweise bei Flyeralarm, Promostore oder allbranded. Eine simple Google-Suche tuts aber auch.

Nun wird es Zeit, kreativ zu werden. Wie könntest du die Botschaft in Kürze weitergeben, dass sie gelesen wird und zum Nachdenken anregt?

Einige Beispiele wären: 

Dieses Desinfektionsmittel ist gut.

Doch Ihre Sünden können Sie damit nicht abwaschen. Dafür brauchen Sie Jesus. Mehr Informationen? Kontaktieren Sie uns [Kontaktdaten]

Entfernt 99,9 % [richtige Anzahl angeben] der Keime

Jesus entfernt 100 % der Sünden. Möchtest du mehr Informationen dazu: [Kontaktdaten]

Achtung: Reinigt nur von Viren!

Jesus reinigt von Sünden! Da Gott eine Nulltoleranzgrenze bei Sünden hat, brauchst du ihn vermutlich dringender als du glaubst. [Kontaktdaten]

Solltest du dich wagen, denk daran, dich auch selbst zu schützen. Plane eine Verteilaktion am besten an der frischen Luft und halte während Gesprächen auch mit Maske genügend Abstand. 

Ich wünsche dir Gottes Segen, viel Weisheit und Mut auf seine Führung zu hören. 

Was sind deine Gedanken zum Thema Evangelisation 2021 und wie handhabt es deine Gemeinde?

Es ist der erste Schritt, der teilweise so unüberwindbar zu sein scheint. Wen spreche ich an? Wann sage ich nun etwas? Was sage ich? Was uns aufhält, ist oft die Angst vor der Reaktion der Person…

Im Gespräch


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